Wo kommt sie her, die Lähmung der Vernünftigen im Angesicht der Unvernunft?

Was da dreist und dümmlich an Unvernunft daherkommt, findet keinen ebenso starken Widerstand, wie die Dummdreistigkeit sich derzeit austobt! Dabei wäre es ein Leichtes, der Dummheit mit seiner Vernunft die Grenzen aufzuzeigen, nur wenn – wenn die Vernünftigen sich endlich trauen würden! Aber stattdessen gefallen sie sich in ironischen Anspielungen, elitärem Mitleid, der Hoffnung, dass alles nicht so schlimm kommen wird, wie es gesagt wurde. Übrigens, das ging einem Unheil schon einmal voraus!

Welch ein fataler Fehler, es wird nicht mehr gekämpft, wo man kämpfen müsste! Andererseits, es ist ermutigend zu sehen, mit wie viel Humor, Einfallsreichtum und Intelligenz sich in den USA der Widerstand gegen Dummdreistigkeit formiert!

Konkret und ich rede hier nur von dem Präsidenten der Vereinigten Staaten – Donald Trump, denn der Präsident Nordkoreas ist für mich beim Maß an moralischer und ethischer Anforderung, was ein global agierender Führer zu tun und zu lassen hat, nicht der Diskussion würdig! Kim Jon-un ist ein Despot, auf dessen Niveau sich niemals ein Führer der westlichen Welt herablassen darf.

Wenn der Präsident der Vereinigten Staaten einem Volk, wie dem der Nordkoreaner – 24 Millionen Menschen, seine Auslöschung androht, erwarte ich besonders von denen, die sich Freunde nennen, die nicht wie er von allen guten Geistern verlassen sind:

  • ihm klar zu machen, dass dies Völkermord, ein Kriegsverbrechen wäre und er bei der millionenhaften Auslöschung menschlichen Lebens, ich nehme zum Maßstab den Nürnberger Kriegsverbrecherprozess von 1945 – er hingerichtet werden müsste, so sein Prozess in den USA stattfindet, in Den Haag bekäme er nur lebenslange Haft.
  • ihm sogar Verständnis für sein Reden von der Auslöschung eines Volkes, als angemessener Antwort zu signalisieren, da der Diktator in Nordkorea vermeintlich keine andere Sprache versteht, heißt sich klar und deutlich mitschuldig zu machen!
  • ihm sollte ein solch unverhältnismäßiges militärisches Handeln als Verbrechen klargemacht werden, denn atomare Eskalation passiert in Stufen, so sagte Ted Sorensen, Berater im Kabinett von J.F. Kennedy „auf der Rolltreppe der atomaren Eskalation geht es schnell herauf“.
    Nordkorea mit einem Schlag auszulöschen, was die USA könnten, heißt aber auch sofort, ob der katastrophalen, tödlichen Folgen für die Lebensbedingungen in den Nachbarstaaten, diese in den atomaren Konflikt einzubinden, denn „ Auf der Rolltreppe der atomaren Eskalation geht es schnell herauf .“
  • ihn an die Antwort D. D Eisenhowers zu erinnern, als er den Einsatz von Atomwaffen gegen Nordkorea / China im Koreakrieg 1953 erwog, welche Folgen das für die USA haben könnten, sagte er sinngemäß zitiert: „30 Millionen Tote in den USA, das würde uns das amerikanische Volk nie verzeihen.“ Und die Eisenhower Administration nahmen Abstand von diesen aberwitzigen Plänen.
  • ihm klar zu machen, dass seine Politik alle seine Bündnispartner, so sie glaubwürdig vor ihren Völkern bleiben wollen, zwingt, sich von seiner Politik ab zu wenden.
  • ihm erst recht klar zu machen, dass „America first“ nun eine ganz andere Bedeutung für die USA erlangen würde, als er sich das dachte – nämlich isoliert auf seinem großen Eiland zu hocken.

Übrigens, ihm zu unterstellen, er hätte keine Strategie ist falsch, er hat eine! Er geht von der übermächtigen Stärke des Nationalstaates – USA aus, der im Schlepptau von Abhängigen, seinen Vasallen, gleich einem Wolfsrudel, global wildern kann. Denn alle anderen Bündnisse kleinerer Staaten sollten zugunsten großer Nationalstaaten zerbröselt werden. So muss der Präsident der USA nur noch ebenbürtige Nationalstaaten fürchten und mit denen, so hofft er, wird er sich arrangieren können.

Sorry hatten wir das nicht schon einmal – die Aufteilung der Welt, unter Potentaten?

Published by Carsten Bluck

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